Werkstatt Phänomenologie

Die „Werkstatt Phänomenologie“ ist ein Forum, in dem eigene Texte vorgestellt und diskutiert werden: von Dissertationskapiteln über Vorträge bis zu Forschungsanträgen, Aufsätzen, die bei Journals eingereicht werden sollen, oder Ausschnitten eines in Arbeit befindlichen Buchs. Die Texte werden einige Tage vor einem jeweiligen Termin verschickt, sodass sie im Vorfeld gelesen werden können. So können die eineinhalb Stunden einer Sitzung direkt für die Diskussion genützt werden. Die Treffen finden ca. einmal im Monat statt. 

Die Idee ist, ein freundschaftliches und produktives Umfeld zu schaffen, in dem wir die Kritik der anderen und gemeinsame Synergien dafür nützen, unsere Texte zu verbessern. Die „Werkstatt“ ist also so etwas wie eine kleine Erst-Leser-Gemeinschaft in geschütztem Rahmen – u.a. auch mit dem Ziel, die Arbeit der anderen besser kennen zu lernen und das hier in Wien vorhandene Potenzial an „phänomenologischen Köpfen“ bestmöglich auszuschöpfen und zu verbinden.

Unser Begriff von „Phänomenologie“ ist bewusst ein weiter und offener, der einerseits interne Spezialdiskurse zulässt und andererseits auch am Anschluss an andere Denkrichtungen interessiert ist. Mit „Phänomenologie“ soll also eine Grundorientierung angezeigt sein, die erlaubt, von einem Grundstock an bekannten Begriffen und Denkfiguren auszugehen. 

Workshop "Phänomenologie und Neuer Realismus", 13. Juli 2017

10.10 Uhr – 10.50 Uhr Niels Weidtmann:
„Der Realismus der Phänomenologie“

10.50 Uhr – 11.30 Uhr Sophie Loidolt:
„Husserl und das Problem des Anzestralen"

11.30 Uhr – 12.10 Uhr Peter Gaitsch:
„’In mir wächst der Baum’. Eine Phänomenologie für anzestrale Phänomene“

14.00 Uhr – 14.40 Uhr Sandra Lehmann:
„Hyperchaos oder Überschuss: Aspekte neu-realistischer Theologie“

14.40 Uhr – 15.20 Uhr Philipp Schmidt:
„Subjektivierung des Realen oder Realisierung des Subjektiven? Husserl, Strawson und Gabriel zum Sein von Subjekt und Erfahrung“

15.40 Uhr – 16.20  Uhr Eckardt Lindner:
„Leben, zwischen dem Geröll dieser Existenz. Neo- und Anti-Vitalismus in Phänomenologie und Spekulativem Realismus“

16.20 Uhr – 17.00 Uhr Fabian Gabelberger:
„Notizen zum Absoluten. Jenseits oder diesseits der Endlichkeit?“

Studienjahr 2016/17

SS 2017:

31.03. Sandra Lehmann: "The Incommensurability of Beings in Time - Formal, Material, and Functional Philosophy of History in Jan Patočka’s Heretical Essays on the Philosophy of History" 

30.06. Robert Stefanek: "Welt als Problem phänomenologischer und metaphysischer Auseinandersetzungen"


WS 2016/17:

4.11. Sandra Lehmann: „Der Sinn des Erscheinens ist geschichtlich. Zum fehlenden genetischen Aspekt der Sinnfeldontologie“ (Aufsatz)

25.11. Christoph Durt: „Outline of a Robust Concept of Minimal Self“ (Projektskizze)

02.12. Gerhard Thonhauser: „Formen gemeinsamen Fühlens“ (Aufsatz)

20.1. Matthias Schlossberger: „Phänomenologische Anthropologie als prima philosophia: Max Scheler und Helmuth Plessner“ (Kapitel Habilitation)

 

Studienjahr 2015/16

SS 2016: 

18.3. Sophie Loidolt: „Phenomenological Ethics“ (Text für Handbuch)

15.4. Andrea Staiti: „Pre-Predicative Experience and Life-World. The Distinct Projects of Husserl’s Late Phenomenology“ (Text für Handbuch)

6.5. Emmanuel Froes: „H.E. Hengstenberg, E. Husserl und die Phänomenologischen Grundlagen für einen Begriff von ontologischen Sinn“ (Kapitel MA-Arbeit)

13.5. Murat Ates: „(Un)Möglichkeiten einer Phänomenologie des Träumens“ (Kapitel Dissertation) 

27.5. Line Ryberg Ingerslev: „Three attempts at a responsive interpretation of Heidegger’s Mitsein“ (Aufsatz) 

27.6. Joachim Raich: „Running and the Kinaesthetic Communication of the Senses“ (Vortrag)

 

WS 2015/16:

20.11. Sandra Lehmann: „Overcoming the Will-to-Power. John Milbank’s Discussion of Ontological Violence“ (Aufsatz)

15.1. Matthias Flatscher: „Zur Normativität in Anerkennungsverhältnissen. Eine kritische Relektüre von Butler und Honneth“ (Vortrag/Aufsatz)

22.1. Gerhard Thonhauser: „Affective Sharedness: A Phenomenological Case Study of Sport Fans“ (Projektantrag)

 

Studienjahr 2014/15 

SS 2015:

13.3. Johannes Steizinger: "Hermeneutik der Immanenz. Wilhelm Diltheys Epistemologie des Lebens" (Kapitel Habilitationsschrift)

27.3. Anne Rudlof:  „Pathos, Verantwortung, Bejahung Subjektformierung als Verwandlung in Nietzsches Genealogie der Moral“ (Aufsatz)

12.6. Martin Huth: „Leiblichkeit und Vulnerabilität. Versuch einer Klärung“ (Entwurf Projekt/Aufsatz)

WS 2014/15: 

24.10. Peter Gaitsch: „Skizze zur phänomenologischen Biologie” (Aufsatz)

19.12. Sebastian Lederle: “Die Odysee als narratives Schema und Modell selbstbestimmter Lebensführung. Exemplarische Analysen von '12 years a slave', 'Far from heaven', 'Dolls' und 'Inception'. Ein filmphilosophischer Aufsatz.“

 

Studienjahr 2013/14

SS 2014: 

14.3. Niall Keane: “Poetic Expression, Nature, and the Holy – Heidegger and Hölderlin” (Paper)

9.5. Peter Gaitsch: „Selbstgegebenheit und Einstellung. Zur Reichweite einer Phänomenologie der Gegebenheit“ (Aufsatz)

23.5. Murat Ates: "Phänomenologische Kritik an der Psychoanalyse. Eingrenzung: Nehmen wir das Beispiel Traum" (Kapitel Dissertation)

13.6. Benjamin Draxlbauer: "Uncovering the Presence - The Role of Oblivion in Phenomenological Time-Consciousness" (Vortrag)

20.6. Sophie Loidolt: "Transzendentalphilosophie und Idealismus in der Phänomenologie. Überlegungen zur phänomenologischen ‚Gretchenfrage’"

WS 2013/14:

4.10. Dan Zahavi: Self and Other (Manuskript Buch). Kommentare von  Wolfgang Fasching, Peter Gaitsch, Sophie Loidolt, Philipp Schmidt, Michael Staudigl, Thomas Szanto, Michael Wallner 

15.11. Martin Huth: „Zwischen Mensch und Tier?! Die Phänomenologie und die Frage nach der Menschlichkeit des Menschen“ (Vortrag)

13.12. Thomas Szanto: „Husserl on Collective Intentionality“ (Paper)

7.2. Philipp Schmidt: "The notion of 'experience' in Kant's transcendental philosophy and Husserl's transcendental phenomenology" (Vortrag/Paper) 

28.2. Sandra Lehmann: „Die metaphysische Bewegung. Das Verhältnis von Philosophie und Politik" (Essay)

Werkstatt Phänomenologie - Workshop mit Dan Zahavi, 4. Oktober 2013: Scham als soziales Gefühl

Programm 

 9.30-10.30   On Subjectivity and Selfhood (Wolfgang Fasching)

10.45-11.45   Comments on the book (selected parts): Part I & II (Michael Wallner) 

12.00-13.00   Comments on the book (selected parts): Part II & III (Sophie Loidolt)

Mittagspause 

14.00-15.00  On Empathy (Thomas Szanto)

15.15.-16.15 Autism and Shame (Peter Gaitsch)

16.30-17.30  Shame, experiential self and narrative self (Philipp Schmidt) 

Studienjahr 2012/13

SS 2013:

15.3. Martin Huth: „Mit Tieren. Phänomenologische Ansätze zu Grundfragen der Mensch-Tier-Beziehung“ (Aufsatz)

24.5. Benjamin Draxlbauer: „Komplexionen der Gegenwart – Grenzphänomene in der Phänomenologie des Zeitbewusstseins“ (Kapitel Diplomarbeit)

14.6. Christian Sternad: „Das Maßlose des Werks. Martin Heidegger und Maurice Blanchot über den Ursprung des Kunstwerks“ (Aufsatz)

28.6. Sophie Loidolt: „Transformation and Continuity: Phenomenological Concepts, Methodology and Issues in Arendt” (Buchkapitel)

WS 2012/2013:

19.10. Sandra Lehmann: „Faktizität und Endlichkeit.Überlegungen zu Quentin Meillassoux’ ‚Nach der Endlichkeit’“ (Aufsatz)

30.11. Gerhard Thonhauser: „Die Frage des Sozialen bei Heidegger (und Kierkegaard)“ (Kapitel Dissertation)

21.12. Sebastian Lederle: „Ungeklärte Verhältnisse. Zur philosophischen Anthropologie (Blumenberg)“ (Kapitel Dissertation)

 

 

Studienjahr 2011/12

SS 2012: 

9.3. Alessandro Salice: „Der Bruch innerhalb der frühen Phänomenologie: Edmund Husserl, Adolf Reinach (und Theodor Conrad) über Denken und Anschauen“ (Aufsatz)

23.3. Thomas Szanto: “How to Share a Mind – The Extended and the Group Mind Thesis” (Aufsatz)

4.5. Wolfgang Fasching: “Transparency, Self-Presence, and Materialism. A Critique of Reductive Representationalism” (Aufsatz)

15.6. Franz Prammer: “Poetic Discourse and Reality: ‘Reference’ or ‘Refiguration’? The Rupture Between the Hermeneutical Conceptions of ‘La métaphore vive’ and  ‘Temps et récit’” (Vortrag)

22.6. Michael Blamauer: „The Sharpness of Consciousness: A Problem for Dualists“ (Aufsatz)

 

WS 2011/12: 

21.10. Erstes Treffen, Vorbesprechung

18.11. Sophie Loidolt: „Transzendentalphilosophie vom Gegenstand her“ (Aufsatz) 

16.12. Sandra Lehmann: “Aesthetics of Hate” (Projektantrag) 

20.1. Philipp Schmidt: „Moralbewusstsein als Grund des Selbst-seins“ (Kapitel Diplomarbeit) 

24.2. Peter Gaitsch: „Vorbegriff einer Logik der Philosophie: Die Einstellungsgebundenheit des Denkens“ (Aufsatz/ Kapitel Dissertation)

 

 

 

 

Organisation (seit WS 2016/17): Philipp Schmidt

Initiative und Organisation: Sophie Loidolt